Die Rolle der Frau im 1. Weltkrieg – Unsichtbare Heldinnen im Frauenmuseum Meran

Meran bietet noch bis Ende Juli eine ganz besondere Ausstellung im Frauenmuseum: „Die unsichtbaren Heldinnen“. Dabei wird die Rolle der Frau im 1. Weltkrieg thematisiert. Ihre Wichtigkeit, ihre Taten, werden in Beruf und im Privatleben aufgezeigt. Die Frauen mussten, während ihre Männer an die Front zogen, sich um Aufgaben kümmern, die vorher die ihrer Männern waren. Nebst der Kinderaufzucht. Aber auch zahlreiche weibliche Aktivistinnen spielen hier eine große Rolle. Originalobjekte, Fotos, Dokumente und Zeitungsberichte verdeutlichen das Leben in und um Meran zu Anfang des letzten Jahrhunderts. Das Frauenmuseum in der Meinhardstr. ist Dienstag bis Sonntag immer von 10 Uhr bis 17 Uhr geöffnet, Eintritt 4,50 €, Senioren/Studenten/Guestcard 4 €. Interessant für alle Geschichtsinteressierten und Schüler.

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Ausstellung von Kuratorin Anne Schloen: Zwischen Kunst und Küche

Eigentlich ist es recht eindeutig: Kunst und Küche haben zahlreiche Gemeinsamkeiten. In beiden Fällen braucht man Fantasie, Leidenschaft und Ideenreichtum, sonst wird das nichts. Ästhetik, Komposition und Sinnlichkeit spielen hier auch noch eine Rolle – zumindest laut Kuratorin Anne Schloen. Vom 24. April (23. April Vernissage) bis zum 14. Juni kann man im Haus der Sparkasse diese beiden Themen vereint betrachten. Ein Kunstobjekt genauso wie ein gutes Gericht sollen nicht nur dekorieren bzw. satt machen, sondern vor allem die Sinne anregen, ein Genuss sein. Man denke da nur an Gemälde wie Stillleben oder von Gelagen und die Kunstrichtung Eat Art. Anlässlich der Foodie Factory befasst sich das Kunsthaus Meran mit Kunst und Küche. Die ausgestellten Künstler sind international. Weitere Infos

Merano Vitae – Veranstaltung zu Gesundheit & Wohlbefinden

Merano Vitae gehört jedes Jahr im Frühling so wie im Sommer zum festen Kulturprogramm von Meran. So auch dieses Jahr natürlich. Von Anfang April bis Ende Juni werden zahlreiche Programme rund um Gesundheit und Wohlbefinden angeboten. Die Schwerpunkte von Südtirol Balance liegen dieses Jahr auf ‚Zeit der Entspannung‘ im Meraner Land, ‚Zeit für Erfahrung‘ im Vinschgau, ‚Zeit für Genuss‘ in Südtirols Süden und ‚Zeit für Bewegung‘ im Eisacktal. Das Zentralthema ist jedoch dieses Jahr ‚Wasser und Gärten‘. Dabei drehen sich Vorträge, Wanderungen, Verkostigungen und vieles mehr um das lebenswichtige Element Wasser. Kraftorte in der Natur geben neue Energie, das Merano Vitae Frühstück gibt den richtigen Start in den Tag und viele Veranstaltungen begleiten einen zu neuer Energie, einem neuen Leben.

Frühling in und um Meran

Der Frühling zeigt sich schon mit seinen ersten Blüten an Bäumen und auf den Wiesen. Frühling bedeutet den Duft der Apfelblüten einzuatmen, frischen Spargel zu essen, eine Explosion an Blumen zu entdecken und Sonnenskilauf an den Hängen. In Kürze beginnen die Terlaner Spargelwochen, das Eisacktal lockt mit Frühlingskost und zahlreiche Almen und Bauernhöfe frohlocken mit Gerichten aus frischen Kräutern. Das Highlight bildet das Blühen der Obstbäume um Meran, im Vinschgau und bei Natz-Schabs. Jetzt ist die Zeit, wo man entlang der Waalwege sich nicht satt sehen kann an dem Meer aus weiß-rosa Blüten, die wie zarte Schneeflocken durch den Wind tanzen. Toll sind auch schon Fahrradtouren, warm eingepackt auf einen der zahlreichen Fahrradwegen um die Kurstadt.

Das Kurhaus in Meran

Zu den schönsten Gebäuden in Meran gehört eindeutig das historische Kurhaus. Es ist fast schon ein Wahrzeichen der Kurstadt. Das Gebäude im Jugendstil wurde 1874 eröffnet und bestand damals aus dem heutigen Westflügel. Etwas mehr als 20 Jahre wurde das Gebäude mit mehr als 100 Gasflammen erleuchtet, die aber Ende des vorletzten Jahrhunderts mit elektrischem Licht ausgetauscht wurden. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde hier noch ein wenig umgebaut, Lesesäle kamen dazu. Wundervolle Deckenmalereien, Parquet, Logen, Säulen aus Marmor und Lüster machen den Kursaal zu einem der schönsten im Alpenraum. Insgesamt gibt es sieben Säle. Im Kurhaus befindet sich unter anderem die Kurverwaltung. Gleich daneben liegt auch das nicht weniger beeindruckende Stadttheater. Im Kurhaus haben bis zu 1.000 Personen Platz für Konzerte, Kongresse, Konferenzen uvm.
www.kurhaus.it
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Foto von Andreas Werle

Ausstellungen moderner Kunst in der Kunst Meran

Die Kunst Meran bietet das ganze Jahr über vielseitige und immer wieder variable Ausstellungen. Heuer laufen gerade drei. „Architektur und Wein in Mitteleuropa“ zeigt unterschiedliche Weingüter in Mitteleuropa, darunter unter anderem vier aus Südtirol. Die Ausstellung „Sendai City – to the end of the future“ zeigt eine Welt aus Elementen des Pop und Science Fiction. Marco Bolognesi hat einen Nicht-Ort geschaffen, von Cyborgs bewohnt, einer künstlichen Intelligenz regiert, eine dekadente, postmoderne Metropole. „From & To“ hingegen folgt dem roten Faden von der Côte d’Azur nach Südtirol, auf den Spuren der Kunst. Hier werden Werke von jeweils 5 italienischen und französischen Künstlern gezeigt. Eintritt in die Kunst Meran: 6 €. Für einen Nachmittag zum Entspannen und Staunen ideal.

Weitere Infos: www.kunstmeranoarte.org

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Vortrag von Paolo Valente über Migration in Meran

Das Meraner Kulturzentrum in der Cavourstraße lädt zu einem ganz besonderen Vortrag ein: die Migration der Meraner zwischen den Jahren 1920 und 1940. Es ist die Zeit zwischen den beiden Weltkriegen und Meran wird immer mehr ein touristischer Kurort. Immer mehr internationale Menschen siedeln sich in der Stadt und Umgebung an und schon bald, in den 30er Jahren, wird sie zu einem kosmopolitischen Mittelpunkt. In diesem relativ kurzen Zeitraum gehen aber auch sehr viele aus Meran weg. So ist es ein Austausch von Menschen. Seit dem hat sich das Gesicht der Stadt weiter verändert, teils sehr radikal, doch es ist noch lange kein definitives, denn die Stadt ist in kontinuierlicher Evolution. Der Vortrag von Paolo Valente ist in italienisch und findet um 16 Uhr statt. Eintritt frei.

Silvester in Meran 2014

Eigentlich ist die längste Nacht des Jahres ja vom 21. auf den 22. Dezember. Aber in Meran ist sie eindeutig erst am 31. Dezember. Denn hier beginnt das Jahresabschlussspektakel bereits morgens um 11 Uhr. Insgesamt sechs Bühnen werden in dieser Nacht alle Musikrichtungen spielen. Von Jazz und Blues über Swing und Pop. Kinder kommen aber auch nicht zu kurz. Ein extra Kinderprogramm mit Kinderschminken, Straßenkünstlern und vieles mehr hält die Kleinen bei Laune und macht den Tag zu etwas besonderem. Der Theaterplatz wird am Abend zu einer Freiluftdiscothek mit Top-DJs. Auf dem Thermenplatz wird auf Eis gelaufen, ein Video-DJ macht es noch interessanter. Das Feuerwerk – in Dorf Tirol gezündet – sorgt für den gebührenden Empfang des Neuen Jahres um Mitternacht.

Claudio Calabrese – ein Meraner Künstler

Er gehört zu den herausragendsten Künstlern Merans: Claudio Calabrese. Ein Maler, der in Öl Menschen festhält, deren Charakter, Aura. Und so sind seine Bilder auch alle etwas besonderes. Denn nicht die Wiedergabe der Gesichtszüge, sondern der Ausdruck, das Gefühl, das wahre Wesen des Gemalten versucht er hier zu zeigen. Der Künstler ist 1975 in Meran geboren und hat bereits mit 11 Jahren unter der Galeristin Laura Boros gelernt. Mit 15 begann er seine private Ausbildung bei Michael Rasp, ging zur Internationalen Sommerakademie für Bildende Kunst und mit 19 Aufnahme in der Akademie der Bildenden Künste in Wien. Er hat zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland. Laut eigener Aussage hat er zu jedem Porträtierten ein ganz besonderes Verhältnis, das ihn selber als Künstler und Mensch formt.

Die wilden Weiber Shakespeares im Altstadt-Theater Meran

Letzten Sonntag habe ich mir eine Komödie im Theater in der Altstadt von Meran angesehen. Die Frauentheatergruppe Phenomena spielt ‚Die Wilden Weiber Shakespeares‘. Dabei dreht es sich um drei Frauen, die für MacBeth vorsprechen. Und aus den Rivalinnen werden Verschworene. Aus ihnen bricht alles hervor, was die Frauen zu Shakespeares Zeiten schon immer spielen und sagen wollten – aber zeitgemäß nicht durften. Margot Mayrhofer, Christine Lasta und Andrea Haller zeigen sich von ihrer komischsten Seite, voller Energie und Ironie. Ein wahres Spektakel – im doppeldeutigen Sinne. Die Aufführungen finden noch bis zum 5. Dezember immer abends um 20.30 Uhr statt. Eintritt 10 € und Infos und Tickets gibt es über das Theater in der Freiheitsstraße oder auf www.tida.it.

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